An meinen Hund

Er ist mein drittes Auge, das über Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über Winde lauscht.
Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt,
beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe,
sagt mir tausendmal, dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.
Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.
Ohne ihn bin ich nur einer unter vielen.
Mit ihm bin ich stark. Er ist die Treue selbst.
Er lehrte mich die Bedeutung von Hingabe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.
Er lehrte mich verstehen, wo vorher nur Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie
heilt meine menschlichen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst
vor Dunkelheit und dem Unbekannten.
Er versprach, auf mich zu warten...
Wann und wo auch immer...
Ich könnte ihn ja brauchen...
Und ich brauche ihn -
Wie ich es immer getan habe.
Er ist eben mein Hund.
Gene Hill
 
 

 

 

Die  Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie “Brücke des Regenbogens”. Auf dieser Seite des Regenbogens liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf Erden für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem schönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen, zu trinken und es ist warm - es ist schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind hier wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eins, was sie vermissen: Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht: die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!!! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über die grüne Wiese. Die
Pfoten tragen es schneller und immer schneller. Es hat Dich gesehen!!! Und wenn Du und Dein spezieller Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest. Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst, und Du schaust in die Augen Deines geliebten Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein.
(Autor des Originals Paul C. Dahm,
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Carmen Stäbler)
 

 

 

Danke

Du warst bei mir bis zum Ende und auch nachdem ich gegangen war, hast Du mich gehalten, und als meine Seele meinen Körper verließ, blickte ich hinab ... und sah Dich weinen.
Ich würde Dir so sehr sagen wollen, das ich verstanden habe. Du tatest dies für mich.
Ich versuchte Dir auf meine Art zu sagen, dass es Zeit für mich war zu gehen, und ich danke Dir für Dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen, aber die ich hinter mir lasse, brauchen Deine Liebe und Zuneigung, so, wie ich sie hatte.
Du denkst immer noch an mich und da sind Momente, in denen Du versuchst, Deine tränengefüllten Augen zu verbergen ... 
aber bitte, sei glücklich und denke nicht an Trauer, denke daran, wie ich Dich glücklich gemacht und zum Lachen gebracht habe  mit den lustigen Dingen, die ich tat.
Sei gewiss, lieber Mensch, ich bin sehr glücklich ...
Ich danke Dir dafür, dass Du mich geliebt hast,
für mich gesorgt hast,
und mich mit Würde hast gehen lassen.

Verfasser unbekannt

 


 

Wenn Dir ein Mensch ein Unrecht tut, dann wird es Dir zu bunt, beschimpfst Du ihn in Deiner Wut und nennst ihn einen Hund ! Bedenkst nicht, dass Dein treues Tier nie so sein könnt‘ wie der. Der Name „Hund“ ist, glaube mir, ein Schimpfwort nimmermehr.
Er dankt für jedes kleinste Stück Und blickt an Dich beseelt; Er spricht zu Dir mit seinem Blick, weil ihm die Sprache fehlt. Erkenn‘ den Wert bevor’s zu spät ! Sei gut zu Deinem Tier ! Denn wenn Dein Hund zugrunde geht, hält niemand mehr zu Dir.
Ein treues Herz, ein treuer Blick, das gibt’s noch auf der Welt, denn auch im Schmerz, nicht nur im Glück, ein Wesen zu Dir hält ! Doch suchst bei Menschen Du die Treu, vergeblich suchst Du auf’s Neu, in Leid und Freud, zu jeder Stund, hält einer treu zu Dir: Dein Hund.
Ein treues Herz, ein treuer Blick, verloren hab ich ihn; es ging von meinem Herzen ein Stück mit meinem Hund dahin. Jetzt such‘ beim Menschen ich die Treu, vergeblich such‘ ich da auf’s Neu, in Leid und Freud, zu jeder Stund, war mir nur einer treu: Mein Hund !
Verfasser unbekannt
 
 
   
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